Sicherheit für Videostreaming

Es wird grundsätzlich zwischen verschiedenen Sicherheitsaspekten unterschieden:

  • Zugriffsschutz (Passwortschutz)
    Es gibt eine Gruppe von Nutzern die einen Datei- oder Livestream sehen dürfen und andere die nicht zugreifen dürfen. Unterschieden wird z.B. per erfolgter Bezahlung im Shopsystem oder per Zugehörigkeit einer Gruppe von Mitarbeitern.
  • Wasserzeichen
    Logos und individueller Kundenname im Video, etc.
  • Verschlüsselung (SSL Stream)
    Videostreams können vergleichbar HTTPS verschlüsselt werden.
  • Geschützter Abruf nur von Ihrer Webseite
    Die eigenen Videos sollen nicht auf fremden Seiten (andere Domains) abgespielt werden.
  • Download- und Kopierschutz
    Videoinhalte sollen nicht heruntergeladen, kopiert oder auf fremden Webseiten abgespielt werden.
  • GEO-IP Zugriffsbeschränkung
    Je nach Lizenzen z.B. von Sportübertragungen kann es notwendig sein, dass aus Land X, Y nicht zugegriffen werden darf, oder umgekehrt, das ausschließlich aus Land X, Y der Stream abgerufen werden darf.
  • Verfügbarkeit und Sicherheit Ihrer Daten
    Ist ein gebuchtes Streamingserver-Paket jederzeit erreichbar? Was passiert wenn ein System z.B. hardwarebedingt ausfällt? Ist das Rechenzentrum gesichert gegen Stromausfall, Feuer, Erdbeben, etc.?

 

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Zugriffsschutz (Passwortschutz)

Ein Passwort-geschützter Zugriff auf Ihre Streamingvideos und Liveübertragungen kann "simpel und unsicher", "einfach und sicher" bis "individuell und extrem sicher" sein.

Dieser Abschnitt soll trotz technischen Informationen möglichst verständlich sein. Wir haben versucht die wichtigen Informationen so zusammen zu fassen, das ein Laie versteht um was es geht, und ein Programmierer den Aufwand einschätzen kann.


Grundlage

Wenn der Streamingserver aufgrund von einem Passwort den Zugriff erlauben (oder verbieten) soll, muss der Server in irgendeiner weise ein Passwort prüfen können. Natürlich darf Ihre Kundendatenbank nicht auf unsere Streamingserver übertragen werden. Dies wäre nicht nur aus datenschutzrechtlichen Gründen fraglich, sondern auch technisch eine unprofessionelle Lösung.

Ggf. gibt es auch gar keine Passwortdatenbank, und ggf. möchten Sie auch nur ein zentrales Passwort für alle Zuschauer gemeinsam verwenden? Sie haben die Wahl!

Möglichkeiten:

  1. Simpel und praktisch
    Sie verwenden für einen Livestream einen selbst gewählten Streamnamen. Dieser wird bei Ihnen vor Ort im Live-Encoder für die Übertragung eingestellt und wird im Videoplayer auf Ihrer Webseite benötigt um den Stream abzurufen. Dieser Streamname ist nach außen niemandem bekannt. Der Zuschauer muss den Streamnamen dann vergleichbar einem Passwort eintragen, um den Livestream abzurufen.
    Preis: kostenfrei (von uns unabhängige Lösung)

    Empfehlenswert: Wenn Sie ohnehin an eine kleine, Ihnen bekannte Benutzergruppe übertragen (z.B. zu einer Zweigstelle um einen Livestream dort über einen Beamer für die Mitarbeiter anzuzeigen), und sich die Abrufadresse nicht in fremden Händen befindet (die diese weitergeben könnte) – dann ist dies eine gute und einfach zu realisierende Methode.
     
  2. Typisch für Webseiten mit CMS
    Sie platzieren den Videoplayer auf Ihrer Webseite im geschützten Bereich. Die Seite kann nur von Nutzern aufgerufen werden, denen Sie selber diese Unterseite freigeben oder die z.B. das Kennwort für die Seite besitzen (z.B. "htaccess").
    Preis: kostenfrei (von uns unabhängige Lösung)
    Empfehlenswert: Wenn Sie keine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte befürchten müssen und Sie nicht erwarten das Ihre Zuschauer den internen HTML-Code des Players (Abruf-URL) auslesen und "klauen", kann der Schutz hierüber unkompliziert gehandhabt werden.
     
  3. Sicher und einfach zum Einrichten
    Sie stellen uns eine Datei mit Passwörter zur Verfügung (oder wir erstellen diese kostenfrei für Sie). Der Austausch kann gerne per CSV-oder Excel-Datei erfolgen.
    Diese Passwörter werden danach einmalig bei uns auf dem Streamingserver hinterlegt. Zusätzlich bereiten wir Ihnen einen Player vor, der vor dem Videostart nach einem Passwort fragt. Der User gibt das Passwort ein, dieses wird an den Streamingserver gesendet, und falls es in der Liste enthalten ist wird das Video oder der Livestream übertragen.
    Preis: 200 Euro (einmalig, inkl. Absprachen und Konfiguration)
    Empfehlenswert:  Für unsere Kunden die keine Anpassungen auf Ihrer Webseite vornehmen möchten, ist dies eine sehr gute und sichere Möglichkeit.
     
  4. Individuell und sicher (MD5 Token)
    Sie können auch über Ihre eigene Webseite automatisch Passwörter erstellen (serverseitig bspw. per PHP).
    Hierfür übergeben Sie dem Videoplayer per Parameter den Namen des Videostream, und wie lange der der Stream abgerufen werden darf (Abrufzeitraum) sowie die aktuelle Zeit mit dem erlaubten Abrufbeginn. Diese Parameter sind sichtbar.
    Zusätzlich werden diese Parameter inkl. einem geheimen Schlüssel (serverseitig) dynamisch per MD5 zu einem Kontrollschüssel verarbeitet. Dieser Schlüssel wird ebenfalls übergeben (sichtbar).

    Der Streamingserver verfügt ebenfalls über diesen geheimen Schlüssel. Beim Videoabruf vom Player erhält dieser dann den Streamnamen, den erlaubten Abrufzeitraum/Abrufbeginn und den Kontrollschlüssel. Der Server verbindet diese Daten inklusive dem geheimen Schüssel und vergleicht das Ergebnis mit dem übergebenen Kontrollschüssel. Es wird hierdurch sichergestellt, das alle Parameter korrekt übergeben wurden.
    Preis: 400 Euro (einmalig, inkl. Absprachen und Konfiguration)
    Empfehlenswert:  Die Methode ist als sicher zu sehen, kann aber mit entsprechendem Aufwand von einem erfahrenen Hacker geknackt werden wenn dieser gültige Parameter und Kontrollschüssel zur Verfügung hat. Der Aufwand ist jedoch so hoch, dass der Angreifen schon einen erheblichen Nutzen/Gewinn erzielen müsste damit es sich lohnt. Sonst wäre der Angriff auf diesen Schutz nicht rentabel.

    Technisch:
    1. $meinSchutz = $parameter . $parameter . "geheimwort123";
    2. Danach wird die Variable $meinSchutz über einen MD5 verschlüsselt:
      $kontrollSchluessel = md5($meinSchutz);
    3. An den Videoplayer werden nun die Parameter übergeben – inkl. dem $kontrollSchluessel.
    4. Der Streamingserver fügt die Parameter inkl. dem geheimen Schüssel ebenfalls zusammen und berechnet draus den MD5. Diesen kann er nun mit dem $kontrollSchluessel vergleichen und entscheidet ob die Daten (z.B. ob und wie lange ein User zugucken darf) korrekt sind.
       
  5. Individuell und extrem sicher
    Als sicherste Möglichkeit können wir für Sie einen individuellen Zugriffsschutz aktivieren, der jeden Videoabruf zuerst mit Ihrer Webseite abgleicht. Dies ist ideal für Bezahlsysteme und Anforderungen mit besonders hoher Sicherheit. Zudem für Sie, wenn Sie sehr flexibel abgleichen möchten ob ein User zugreifen darf. Sie können die Entscheidung jederzeit weiter anpassen und auf neue Gegebenheiten reagieren, ohne das auf dem Streamingserver etwas angepasst werden müsste.
    Preis: 200 Euro (einmalig, inkl. Absprachen und Konfiguration)
    Empfehlenswert:  Die Methode ist für einen Webentwickler einfach und schnell umzusetzen (wir sind gerne behilflich).


    Vorgehensweise:
    1. Standard für jede Webseite mit einer Kundendatenbank:
      Ihr System kennt Ihre Kunden und kann nach eigener Logik entscheiden ob User X auf Videostreams (oder auch speziell auf einen bestimmten Stream zugreifen darf). Beispielsweise weil der User X dafür im Shop bezahlt hat oder weil er Mitarbeiter von Ihrem Unternehmen ist.
    2. Bei jedem Videoabruf (wenn der User eine Seite öffnet auf der sich ein Videoplayer befindet), wird für den aktiven Kunden eine ID erzeugt (Zufallszahl) und zusammen mit der aktuellen Uhrzeit (Timestamp) in der Datenbank gespeichert.
    3. Bei der Auslieferung der Webseite (z.B. das zusammensetzen der Inhalte per PHP) wird im Videoplayercode auch diese ID des aktuellen Kunden als Parameter eingefügt.
    4. Der Player wird auf der Webseite (im Browser des Kunden) aufgerufen und übergibt beim Streamstart die angegebene ID als Parameter an den Streamingserver.
    5. Der Streamingserver würde normalerweise an dieser Stelle den Videostream an den Player übertragen.
      In diesem Fall ruft er jedoch zuvor eine vereinbarte URL von Ihrer Webseite auf und gibt als Parameter die ID an. (Zusätzlich die IP-Adresse und den Streamnamen).
      Beispiel:
      http://www.ihreWebseite.de/sicherheitsabfrage.php
      ?id=1234&userip=217.91.5.7&stream=meinstreamname
    6. Ihr System gleicht die ID mit Ihrer Datenbank ab. Sie wissen das die ID z.B. 20 Sekunden alt ist und zu Kunde X gehört. Sie können nun prüfen, ob der Kunde zugreifen darf (z.B. ob er bezahlt hat). Ergänzend könnten Sie die Anzahl der Abrufe, etc. protokollieren. 
      Ihr System antwortet daraufhin an den Streamingserver mit der Angabe ob der User zugreifen darf oder nicht (bzw. wie viele Sekunden dieser Kunde zugreifen darf).

      Da diese Abfrage bei jedem Aufruf von einem Video erfolgt (Dateistreaming/VOD wie auch Live), haben Sie es 100% in der Hand den gewünschten Zugriff für Ihre Kunden zu gewähren oder unerwünschten Zugriff abzulehnen.
      Da diese Sicherheitsabfrage direkt zwischen dem Streamingserver und Ihrer Webseite erfolgt, hat der Kunde wie auch ein Hacker keine Möglichkeit hierauf Einfluss zu nehmen.
      Die Schnittstelle ist äußerst simpel in der Umsetzung und lässt sich oftmals an einem halben Tag realisieren. Gleichzeitig ist sie extrem sicher. Nur ein Angreifer der die Streamingserver zu Webserver Kommunikation direkt im Rechenzentrum oder über die Backbones beeinflussen kann, hat hier einen Angriffspunkt (z.B. Geheimdienste).
    7. Eine technische Randnotiz für Programmierer:
      Wird der Stream von einem Player ausgelöst der per "HTML5 HLS" den Stream abrufen möchte, erfolgt die Abfrage so wie oben in Punkt 5 angegeben.
      Wird der Stream jedoch von einem Flashplayer abgerufen, erfolgt diese Abfrage zwei mal! Ein erster Aufruf enthält die ID und die UserIP, aber nicht den Streamnamen. Wenn dieser Aufruf positiv bestätigt wird, erfolgt danach ein weiterer Aufruf, dann aber inkl. dem "stream=meinstreamname" Parameter. Dies hängt dem RTMP-Protokoll zusammen.
  6. Per IP-Sperre
    Bei Bedarf können wir den Zugriff auch abhängig von der Nutzer IP-Adresse kontrollieren. Wollen Sie beispielsweise das Streaming nur aus Ihrem Firmennetzwerk abrufbar machen, und können uns die feste(n) IP-Adresse(n) Ihrer Firma nennen, dann können wir den Abruf auf diese IPs beschränken.
    Preis: 200 Euro (einmalig, inkl. Absprachen und Konfiguration)

Wasserzeichen (+ Logo, Schriftzug im Video)

Um einen Livestream oder Dateistream per Wasserzeichen zu schützen, oder auch um Logos, Schriftzüge im Videobild zu zeigen, gibt es verschiedene Ansätze. Diese haben teilweise deutliche Nachteile oder Herausforderungen.

 

a)
Eine Grafik wird im Browser auf das Videobild gelegt.

  • Per PC-Browser mit Flashplayer ist dies kein Problem.
  • Per PC-Browser mit HTML-Player funktioniert dies je nach Browser und Gerät. Teilweise aber nicht 100% zuverlässig. Sie benötigen eine angepasste CSS + Javascript Programmierung oder einen dafür vorgesehenen Player.
  • Die meisten Mobilgeräte inkl. iPhone und iPad schalten im Vollbildmodus intern (technisch) in einen anderen Player. Sie sehen nicht mehr den Browser, sondern den vom Betriebssystem zur Verfügung gestellte Player. Diesen können Sie per Browser-Programmierung nur eingeschränkt beeinflussen. In diesem Modus können Sie keinerlei Grafik oder Inhalt vom Browser auf das Video legen.
  • Wenn das Video auf dem iPad ohne Vollbild läuft, können Sie je nach iOS-Version und Browser eine Grafik "auf" das Video legen.
  • Ein iPhone schaltet beim Videostart im Safari Browser IMMER in den Vollbildmodus. D.h. hier lässt sich grundsätzlich keine Grafik auf das Video legen.

b)
Eine Sondermöglichkeit für Mobilgeräte besteht darin, dass Sie für die Wiedergabe der Video nicht den Browser verwenden, sondern eine eigene App bereitstellen. Für große Webseiten lohnt ggf. der Aufwand. Die Entwicklung ist aber kostenintensiv.

Sobald ein Video innerhalb einer App läuft, statt im Browser, lässt sich die Wiedergabe beliebig manipulieren und auch optisch mit Logos, etc. versehen. (Für eine App-Entwicklung benötigen Sie eine spezialisierte Agentur.)

c)
Auf Mobilgeräte zu verzichten und statt dessen nur den Flashplayer am PC zu verwenden ist keine empfehlenswerte Lösung. Der Flashplayer wird vom Firefox-Browser bereits deaktiviert. Der Chrome-Browser will dies nach Ankündigung in 2017 umsetzen. (Er lässt sich vom User aktivieren... aber dies ist bei vielen Nutzern nicht der Fall).

Unser Player läuft natürlich auch ohne Flash in diesen Browsern. Allerdings ist die technische Basis dann HTML5 HLS (oder MPEG DASH). Und dies ist das Format von den Mobilgeräten! Würden Sie Mobilgeräte per HTML5 HLS bewußt abschalten lassen auf Ihrem Account, könnten auch viele Firefox- und Chrome-Nutzer am PC Ihre Videos nicht mehr sehen. Damit hätten Sie deutlich über 50% der Nutzer verloren! Daher sollte die HTML5 HLS Unterstützung definitiv aktiv bleiben.

d) 
Für Livestreams (oder auch Dateistreaming durch eine spezielle Programmierung bei uns) lässt sich ein "Live-Transcoding" verwenden, welches das Video während der Wiedergabe in Echtzeit neu kodiert und hierbei gleichzeitig eine Grafik hinein rechnet. Wäre dies nur einmalig für alle Live-Zuschauer der Fall wäre dies kein Problem. Aber wenn dies für jeden User einzeln mit separatem Wasserzeichen erfolgen soll (z.B. mit Kundennummer oder Name des Kunden auf dem Video), dann benötigen Sie für 10 gleichzeitige Streamabrufe bereits eine Rechenleistung von einem 500 Zuschauer-Account. Dies ist nur unter speziellen Umständen erwägenswert.

Alternative für individuelle Wasserzeichen je Zuschauer:
Man könnte Videodateien bereits im Vorfeld entsprechend aufbereiten. Dann müsste jede Videodatei separat für jeden Kunden vorliegen. Bei 100 Kunden auf Ihrer Plattform haben Sie 100 mal jede einzelne Datei (z.B. mit individuellem Code im Video). Dies lässt den Speicherplatzbedarf um das 100fache steigen. Wenn Sie 1000 Kunden haben... das geht in regulären Projekten nicht. Zudem wird der Aufwand für die Berechnung unglaublich hoch und zeitaufwendig. 

e)
Vorschlag und Lösung

Der beste Weg ist aus unserer Sicht, wenn in Ihren Videos bereits ein "Logo" in der Ecke vorhanden ist. Dies wird bereits bei Ihnen im Videoschnitt integriert oder im Live-Encoder hinterlegt. Jedoch einmalig, einheitlich, für jeden Zuschauer identisch. Damit ist zumindest immer die Quelle und Ihre Webseite als Inhaber des Videos deutlich.

Empfehlenswert ist auch ein Opener-Logo (Clip) am Anfang und am Ende von jedem Video. Hierdurch wird Ihr Material normalerweise nicht mehr von einem Konkurrenten geklaut oder verwendet. Dies steigert zudem den Wie­der­er­ken­nungs­wert von Ihrer Webseite als Marke. 

 

Von unserer Seite her können Sie jeden dieser Punkte wählen. Wir raten jedoch für 99% aller Projekte zu Punkt e)! Dies ist für Sie selber, als auch im Interesse Ihrer Kunden der beste Weg. 

Verschlüsselung (SSL Stream)

Ein Stream kann SSL-verschlüsselt werden. Vergleichbar einer HTTPS-Webseite. 

Wir bieten die Verschlüsselung gerne an. Diese gilt für den Videoabruf per HTML5 HLS (+DASH, etc.), da dieser per HTTP erfolgt - und somit auf HTTPS umgestellt werden kann.

Dies ist bei allen Kundenaccounts inklusive und per Standard konfiguriert!

Geschützter Abruf nur von Ihrer Webseite

In vielen Fällen möchten unsere Kunden die eigenen Videos nicht auf fremden Webseiten wiederfinden. Und umgekehrt: in manchen Fällen ist genau dies erwünscht.

Soweit von Ihnen beauftragt, kann der Videoabruf auf eine oder mehrere bestimmte Domains beschränkt werden. D.h. auf Ihrer Webseite "www.ihreFirma.de" läuft Ihr Videostream/Livestream, aber auf anderen Webseiten wie "www.konkurrenz.de" ist der Abruf nicht möglich. 

Vorteil:
Auch wenn die Adresse oder der Playercode von Ihrer Webseite kopiert (geklaut) wird, wird dieser auf einer anderen Webseite nicht funktionieren!

Die Herausforderung besteht darin, dass hierfür der Videoplayer dem Streamingserver mitteilen muss, auf welcher Webseite er gerade läuft. Und zwar nicht per übergebenen Parameter (den man natürlich ganz einfach manipulieren könnte), sondern per eingebauter Funktion des Herstellers.
Während dies der Adobe Flashplayer gesichert kann, übertragen aktuelle HTML5 Player nicht auf welcher Webseite/Domain sie gerade laufen! (Apple iPhone, iPad, Android, Browser am PC, etc.)
Zudem kann eine Webseite auch per iFrame (HTML) auf anderen Webseiten eingebunden werden und es wird dann vom Player technisch korrekt mitgeteilt, dass der Player von Seite XY geladen wird (die iFrame URL zum Beispiel von uns) und nicht von www.ihreFirma.de
D.h. wir können für Sie einen Domain-basierten Schutz einrichten (kostenfrei). Jedoch funktioniert dieser nicht für HTML5 basierte Player/Geräte.

Download- und Kopierschutz

Der Schutz der eigenen Inhalte vor nicht gewünschten Kopien ist für manche Kunden elementar wichtig zu verhindern - bei anderen ist genau dies erwünscht. Je mehr desto besser.

Variante 1 – möglichst starke Verbreitung
Wenn Sie Ihre Videoinhalte für Werbung einsetzen und diese direkt auf Sie verweisen, dann dürfen und sollen diese möglich im Internet Verbreitung finden. Ggf. auch auf Seiten von Wiederverkäufern eingesetzt werden, etc. Wenn Sie dies wünschen, können Sie den Videoplayer frei weitergeben (oder Embed-Codes anbieten). Wir stellen Ihnen dies frei und Sie können Ihren Streamingaccount gerne so nutzen, das die Videoabrufe quer aus dem gesamten Internet erfolgen.

Variante 2 – möglichst großer Schutz vor Diebstahl und Fremdnutzung
Ganz ehrlich: keine Videoübertragung ist 100% geschützt!

Mit entsprechendem Fachwissen, Aufwand und spezieller Software kann jedes Video  auch "geklaut" werden – unerheblich welche Technologie verwendet wird. Letztlich ist auch immer ein Abfilmen z.B. per Handy vom Bildschirm möglich... Hiergegen gibt es keinen Schutz!

Streamingvorteil: der Download von Streamingvideo ist deutlich schwieriger als von "normalen" Videos. Diese werden gewöhnlich per "progressivem" Download bereit gestellt und es gibt viele kostenfreie Software um solche Videos jederzeit von bliebigen Seiten herunter laden zu können. In unserem Fall wird jedoch echtes Streaming verwendet. Es wird nur der jeweils aktive Abschnitt der gerade abgespielt wird direkt vom Streamingserver in den Arbeitsspeicher geladen und auf dem Bildschirm abgespielt. Danach wird der Abschnitt wieder gelöscht und steht dem Zuschauer/User in keiner Weise zum Zugriff, Speichern, etc. zur Verfügung.

Ohne Streaming wird das Video im Browser-Cache auf der Festplatte gespeichert. Es gibt 100te Tools und Browserplugins die das Speichern von Videodateien ermöglichen. Der User kann das Video dann z.B. auf YouTube hochladen oder anderweitig verwenden.

Je nach Kundenwunsch kann der optionale Videoabruf per HTTP-Download aktiviert werden (z.B. bei Traffic-Paketen). Dies ermöglicht den regulären Videodownload und untergräbt damit die Sicherheitsvorteile von Videostreaming. Jedoch kann es gewüncht sein, dass zum Beispiel den Seitenbesuchern ein Download einer mp4-Videodatei angeboten werden soll. Für diesen Fall wird der Schutz deaktiviert und ein HTML-Download auf Kundenwunsch ermöglicht.

Kurz: wenn Sie sich und Ihre Inhalte schützen möchten, ist Streaming das beste Verfahren um den Inhalt leicht zugänglich auf jeder Webseite abrufbar zu machen und gleichzeitig den Inhalt bestmöglich zu schützen.

GEO-IP Zugriffsbeschränkung

Lizenzrechtlich kann es notwendig sein, dass bestimmte Videoinhalte nur in bestimmte Länder übertragen werden dürfen oder – umgekehrt – bestimmte Inhalte überall abgerufen werden dürfen, mit Ausnahme von Land X.

Hierfür kann eine GEO-IP Sperre eingerichtet werden. Da sich IP-Blöcke international nicht ständig in größerem Umfang ändern, ist dieser Schutz relativ zuverlässig (ca. 95-99%) und wird weltweit als gängiges Mittel eingesetzt.

Zu beachten ist für Sie bitte die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung. Nach der DSGVO ist ab dem 01.01.2018 eine Aussperrung von anderen EU-Ländern nicht mehr erlaubt. Streamingangebote müssen für jeweils alle EU-Länder erlaubt werden ohne andere auszuschließen. Wir können hierzu jedoch keine Rechtsberatung geben und können es so einstellen, wie Sie es technisch benötigen. Rechtliche Gründe und ggf. Ausnahmen sind vom Kunden je nach Videoinhalt zu verantworten.

Preis: 200 Euro (einmalig, inkl. Absprachen und Konfiguration)

Verfügbarkeit und Sicherheit Ihrer Daten

Grundsätzlich stehen alle Streamingserver Pakete durchgehend zur Verfügung. Server für den Ersatzbetrieb und Techniker stehen 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung.

  • Das Rechenzentrum hat eine verteilte Anbindung an die großen Carrier/Backbones in Frankfurt – einem der weltweit größten Internet-Knotenpunkte.
  • Der Zutritt ist gesichert. Es bestehen die typischen Sicherungen gegen Feuer, Stromausfall, etc. pp.  (Unsere Abteilung im RZ ist zertifiziert nach DIN ISO 9001 und ISO 27001).

Trotz allen Vorkehrungen möchten wir auch gegenüber möglichen Ausfallzeiten transparent und kundenorientiert informieren:

  • Es kann aufgrund von dringenden Sicherheitsupdates oder bspw. durch vom Kunden selber beauftragte (dringende) Konfigurationsänderungen zu kurzen Unterbrechungen kommen. In der Regel dauert eine solche Unterbrechung wenige Sekunden.
  • Zudem erfolgt auf jedem Server täglich (nachts, beispielsweise um 3 Uhr) ein Reset der Streaming-Dienste.
  • Vor Hardware-Ausfall versuchen wir alle Kundenaccounts bestmöglich zu schützen. Ausfallzeiten bedingt durch Hardwareprobleme sind sehr selten!
  • Um dies zu gewährleisten überwachen wir permanent: CPUs, Festplatten/RAID, Arbeitsspeicher, Netzanbindungen, etc.
  • Jedoch nicht nur per synthetischer Testdaten, sondern auch per realem Streamabruf: Auf jedem Streamingserver wird 480x am Tag ein Teststream abgerufen und ausgewertet, um sicher zu gehen das der Server nicht nur theoretisch laut Kontrollverfahren, sondern auch tatsächlich real über den Abruf von einem echten Stream verfügbar ist.

Sollte ein Server Anzeichen für Probleme zeigen, kann auf andere Hardware ausgewichen werden - IP-Adressen werden neu geroutet, Bauteile oder komplette Systeme ersetzt. Datenbestände vom Kunden werden transferiert.

Unsere Vertragsbedingungen, speziell zum wichtigen Thema "Backup" Ihrer Dateien, finden Sie in unseren gut verständlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Bitte beachten Sie das wir keine Backups garantieren, diese aber in der Regel durchführen. D.h. der Kunde ist bei wichtigen Videodateien, etc. selber verantwortlich die eigenen Daten selber sicher zu verwahren und nicht nur auf dem Streamingserver-Account zu lagern. (Eine Videoproduktion ist aufwendig und kostenintensiv. Der inhaltliche Wert kann die Kosten des Streaming deutlich übersteigen oder auch unersetzbar sein. Bitte sichern Sie Ihre Daten entsprechend!)

Kunden die eine Verfügbarkeit von 100% mit keinerlei Unterbrechung anstreben, nutzen zwei Streamingpakete parallel. D.h. Sie buchen anstelle einem einzelnen Paket mit z.B. 200 Zuschauerplätzen zwei Pakete mit jeweils 100 Zuschauerplätzen. Wir synchronisieren die Accounts für Sie und passen auf Wunsch den Videoplayer für Sie an.

Kontrollmonitor (intern für unsere Techniker)

Ca. 184 aktive Livestreams auf einem Kontrollmonitor.